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Verbot der Himmelslaternen

Feiern in Rheinland-Pfalz, aber bitte ohne "Himmelslaternen"!

Pressemitteilung Nr. 34 vom 23.05.2011
Sommerzeit ist die Zeit der Freiluftfeste. Viele Feierlichkeiten gehen mit Feuerwerk und anderen festlichen Aktivitäten einher. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) als Landesordnungsbehörde möchte daher nochmals ausdrücklich auf das seit 2009 bestehende Verbot der Nutzung von „Himmelslaternen“ in Rheinland-Pfalz hinweisen. Diese Flugkörper stellen eine erhebliche Brandgefahr dar und dürfen daher nicht in den Luftraum aufsteigen gelassen werden. Wer dennoch Himmelslaternen fliegen lässt, kann von der örtlichen Ordnungsbehörde mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro belegt werden.

Himmelslaternen sind insbesondere die im Handel unter dieser oder einer ähnlichen Bezeichnung, wie "Fluglaterne", "Kong-Ming-Laterne", "Skylaterne", "Partyballon" oder "Miniatur-Heißluftballon" bekannten Flugkörper. Vor allem bei privaten Festen waren die aus Asien stammenden „Himmelslaternen“ beliebt. Sie sind in der Funktionsweise mit Heißluftballons vergleichbar und sind durch die Kombination einer offenen Feuerquelle mit einer leicht entflammbaren Umhüllung gefährlich. Es besteht eine hohe Brandgefahr wenn sie noch brennend wieder auf den Boden, auf Häusern oder Bäumen aufkommen. Zuletzt verursachten sie im April dieses Jahres einen Brand im Landkreis Bad Kreuznach mit erheblichem Sachschaden.

Da bundesweit bereits mehrere Brandunfälle mit zum Teil hohen Schäden aufgetreten sind, wurde vom Land die "Gefahrenabwehrverordnung Himmelslaternen" erlassen, die seit dem 12. September 2009 in Kraft ist.

Einmal entzündet, wird die Himmelslaterne unkontrollierbar. Die Himmelslaternen können in eine Höhe von bis zu 500 Metern aufsteigen. Sie halten sich zwischen fünf bis 20 Minuten in der Luft. In dieser Zeit können sie mehrere Kilometer zurücklegen.

Durch diese Kombination einer offenen Feuerquelle mit einer leicht entflammbaren Umhüllung stellen Himmelslaternen gefährliche Brandsätze selbst bei einer den Her-stellerangaben entsprechenden Verwendung dar.

 Quelle Feuerwehr Stadt Neuwied (www.grisu112.de)


Aufstieg von Himmelslaternen verboten

Das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz hat durch den Erlass der Gefahrenabwehrverordnung Himmelslaternen vom 31.08.2009 auf die zunehmende Beliebtheit des Einsatzes sogenannter Himmelslaternen und der damit verbundenen Gefahren reagiert.

 

 

Es ist nunmehr verboten, Himmelskörper in den Luftraum aufsteigen zu lassen.

Im gesamten Bundesgebiet erfahren die aus Asien stammenden, ballonartigen Flugobjekte insbesondere im Rahmen privater Feste (Geburtstage, Partys, Hochzeiten etc.) eine immer weiter zunehmende Beliebtheit. Die unter verschiedenen Bezeichnungen vertriebenen, meist etwa bis zu einen Meter hohen Flugobjekte sind in ihrer Funktionsweise mit Heißluftballons vergleichbar. In dem mit dünnem Papier oder ähnlich leichtem Stoff ummantelten Flugkörper, der durch ein Drahtgestell ballonhafte Form erhält, befindet sich eine Feuerquelle. Die Flamme des Brennkörpers erwärmt die Luft, so dass eine Himmelslaterne wie ein Heißluftballon aufsteigt.

Einmal entzündet, wird die Himmelslaterne unkontrollierbar. Korrekturmöglichkeiten im Hinblick auf den Flugweg, die Flugrichtung, die Flughöhe und den Platz, auf den die Himmelslaterne wieder auf die Erde aufkommt, bestehen nicht. Faktisch steigen die Himmelslaternen in eine Höhe von bis zu 500 Metern auf. Sie halten sich zwischen 5 bis 20 Minuten in der Luft. In dieser Zeit können sie mehrere Kilometer zurücklegen. Damit sind erhebliche Gefahren für Leib, Leben oder Eigentum verbunden.

Ausgenommen von dieser Gefahrenabwehrverordnung sind Modell-Heißluftballone, die an einem Halteseil befestigt sind sowie ungefesselte und mit einem aufgerollten Sicherungsseil versehene Modell-Heißluftballone, die über eine Abschaltvorrichtung für die Gaszufuhr verfügen.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nach den Vorschriften der Luftverkehrs-Ordnung der Aufstieg von Flugmodellen mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtmasse einer Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde (Landesbetrieb Mobilität - Fachgruppe Luftverkehr, Gebäude 890, 55483 Hahn-Flughafen, Telefon 06543/5088-11 oder 5088-12) bedarf.

 

Gefahrenabwehrverordnung-Himmelslaternen vom 31. August 2009

 

Aufgrund des § 43 Abs. 1 und 2 Satz 1 des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes in der Fassung vom 10. November 1993 (GVBl. S. 595), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Juli 2005 (GVBl. S. 320), BS 2012-1, wird verordnet:

 

§ 1

In Rheinland-Pfalz ist es verboten, unbemannte ballonartige Flugkörper, bei denen der Auftrieb durch Erwärmung der im Ballonkörper enthaltenen Luft mittels einer eigenen Feuerquelle mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erzeugt wird (Himmelslaternen), in den Luftraum aufsteigen zu lassen. Himmelslaternen sind insbesondere die im Handel unter dieser oder einer ähnlichen Bezeichnung, wie "Fluglaterne", "Kong-Ming-Laterne", "Skylaterne", "Partyballon" oder "Miniatur-Heißluftballon", bekannten Flugkörper.

 

§ 2

Ordnungswidrig im Sinne des § 48 Abs. 1 des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 eine Himmelslaterne in den Luftraum aufsteigen lässt.

 

§ 3

Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

 

Mainz, den 31. August 2009 K. P. Bruch

Minister des Innern und für Sport

Samstag, 18. August 2018

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